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Nach einem abgelehnten Anspruch stellt sich manchmal heraus, dass Ihr Berater ein Risiko nicht besprochen, eine Änderung nicht weitergeleitet oder eine ungeeignete Versicherung vorgeschlagen hat. Ob er dafür haftet, erfordert mehr als die Feststellung, dass die Police nicht leistet. Zunächst müssen Auftrag, konkreter Fehler und dessen Folgen untersucht werden. Ein Anwalt kann helfen, Ihre tatsächliche Lage damit zu vergleichen, was bei sorgfältiger Beratung wahrscheinlich geschehen wäre. Diese Erläuterung betrifft niederländische Versicherungsberater und Vermittler; die Rolle Ihres eigenen Versicherers muss davon unterschieden werden.

Quellen (3)
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1. Stellen Sie fest, wer welchen Auftrag erhielt

Sammeln Sie Auftragsbestätigung, Dienstleistungsdokument, etwaige Serviceverträge und Rechnungen. Notieren Sie, wer beraten, wer den Antrag eingereicht und wer später als Ansprechpartner fungiert hat. Eine Geschäftsbezeichnung kann sich geändert haben oder ein Bestand übertragen worden sein. Fragen Sie bei Unklarheiten, welche juristische Person die betreffenden Arbeiten in welchem Zeitraum ausgeführt hat. Richten Sie Ihren Vorwurf nicht ausschließlich gegen den Namen, der heute über dem Kundenportal steht.

Beschreiben Sie anschließend die erwartete Dienstleistung: nur Vermittlung einer bestimmten Police, ein Risikovergleich, jährliche Nachbetreuung oder Unterstützung im Schadenfall. Suchen Sie die konkrete Vereinbarung dazu heraus. Ein bezahltes Servicepaket kann relevant sein, beweist aber nicht automatisch, dass jede Veränderung fortlaufend hätte entdeckt werden müssen. Beschreiben Sie auch mündliche Zusagen mit Datum, Anwesenden und den Nachrichten, die Ihre Erinnerung stützen.

2. Konkretisieren Sie den beruflichen Fehler

Nach Artikel 7:401 BW gilt beim Auftrag eine Sorgfaltspflicht. In Versicherungssachen wird untersucht, was ein angemessen befähigter und handelnder Vermittler hätte tun müssen. Dabei ist von Bedeutung, welche Informationen bekannt waren und welche Fragen vernünftigerweise hätten gestellt werden müssen. Benennen Sie deshalb eine konkrete unterlassene Handlung, etwa die Nachfrage nach einem Nebengebäude, statt lediglich zu schreiben, dass Sie falsch versichert waren.

In Kifid 2020-239 hätte der Berater beim Wechsel einer Gebäudeversicherung prüfen müssen, welche Gebäude zu versichern waren. Dass die Schuppen nicht im alten Versicherungsschein standen, reichte in diesem Fall nicht aus, um nicht danach zu fragen. Das Beispiel verdeutlicht, dass eine Bestandsaufnahme über die Übernahme bestehender Angaben hinausgehen kann. Es garantiert nicht, dass jedes fehlende Objekt eine Haftung begründet.

3. Rekonstruieren Sie Ihre eigenen Angaben

Bewahren Sie Antragsformulare, ausgefüllte Fragebögen und E-Mails zur Gebäudenutzung, zu früheren Ansprüchen oder zu Änderungen Ihrer Situation auf. Geben Sie ehrlich an, welche Informationen Sie übermittelt haben und welche nicht. Eine Akte mit ausschließlich günstigen Nachrichten vermittelt ein unzuverlässiges Bild dessen, was der Berater wissen konnte. Fügen Sie auch erhaltene Warnungen bei, etwa über einen Ausschluss, eine Besichtigungsbedingung oder die Folgen einer geänderten Geschäftstätigkeit.

Kifid 2025-0560 unterstreicht, dass der Kunde erhaltene Unterlagen lesen und Fehler oder fehlende Informationen melden muss. In diesem Fall wurde keine Sorgfaltspflichtverletzung festgestellt, auch wegen der wiederholten Informationsanfragen des Vermittlers und der vom Kunden gemachten Angaben. Lassen Sie daher gesondert beurteilen, was Sie hätten mitteilen müssen und ob der Berater dennoch Anlass hatte, weiter nachzufragen oder zu warnen.

4. Prüfen Sie, welche Deckung tatsächlich verfügbar war

Bei einem Anspruch wegen entgangenen Versicherungsschutzes muss geprüft werden, ob damals eine passende Versicherung erhältlich war. Eine heutige Website mit einem attraktiven Produkt beantwortet diese historische Frage nicht. Sammeln Sie nach Möglichkeit damalige Annahmerichtlinien, Angebote und Korrespondenz über Alternativen. Fragen Sie einen Sachverständigen, welche Informationen ein Versicherer damals verlangt hätte und welche Ausschlüsse oder Präventionsanforderungen wahrscheinlich gestellt worden wären.

Prüfen Sie auch, ob Sie diese Versicherung wahrscheinlich gewählt hätten und die Prämie oder vorgeschriebenen Maßnahmen hätten tragen können. War die Alternative nur mit einer erheblich höheren Selbstbeteiligung oder nach baulichen Anpassungen verfügbar, gehört das in den Vergleich. Halten Sie fest, warum Sie sich damals für bestimmte Kosten oder Einschränkungen entschieden haben. Eine spätere Erklärung, Sie hätten jeden Preis gezahlt, kann ohne Belege in der Akte wenig überzeugend sein.

5. Trennen Sie Fehler, Kausalität und Schaden

Ein festgestellter Beratungsfehler bedeutet nicht automatisch, dass der Berater den abgelehnten Anspruchsbetrag zahlen muss. Vergleichen Sie die tatsächlichen finanziellen Folgen mit der plausiblen Situation ohne den Fehler. Berücksichtigen Sie Selbstbeteiligung, versicherte Grenzen, ausgeschlossene Schäden und die Prämie, die Sie bei der Alternative gezahlt hätten. Erstellen Sie für jeden Schadenposten eine Berechnung mit Rechnungen und einer Erläuterung des Zusammenhangs mit dem behaupteten Beratungsmangel.

In Kifid 2020-239 wurde zwar eine Sorgfaltspflichtverletzung angenommen, aber kein dadurch verursachter Schaden nachgewiesen. Die Versicherbarkeit der Schuppen und die behauptete Alternative eines früheren Abrisses waren unzureichend belegt. Diese Unterscheidung ist praktisch wichtig: Prüfen Sie neben einer anderen Police auch andere Maßnahmen, die Sie tatsächlich hätten ergreifen können und wollen. Halten Sie eine noch unbewiesene Möglichkeit erkennbar getrennt von einem belegten finanziellen Unterschied.

6. Fordern Sie Akte und Stellungnahme mit einer gezielten Beschwerde an

Bitten Sie Ihren Berater um die einschlägigen Beratungsberichte, Bestandsaufnahme, Antragsdaten und dokumentierten Warnungen. Benennen Sie anschließend schriftlich, welche Handlung Ihrer Meinung nach fehlte und wann Sie das entdeckt haben. Geben Sie Gelegenheit zur inhaltlichen Stellungnahme und fragen Sie nach einer vorgeschlagenen Lösung. Bewahren Sie Originaldateien auf und führen Sie selbst eine Übersicht fehlender Bestandteile. Eine Beschwerde muss noch keine endgültige Berechnung enthalten, wenn nachweislich weitere Untersuchungen nötig sind.

Beschreiben Sie aber möglichst konkret, was Sie bereits wissen und welche Schadenposten Sie vorläufig erkennen. Warten Sie bei Zweifeln nicht auf eine vollständige Akte, bevor Sie prüfen lassen, welche Beschwerde- oder Verjährungsfristen relevant sein können. Eine Aufforderung an den Berater, seinen Berufshaftpflichtversicherer zu informieren, kann sinnvoll sein; dessen Beteiligung beweist jedoch kein Anerkenntnis. Lassen Sie Zusagen zur Bearbeitung oder Erstattung schriftlich bestätigen und prüfen Sie, wer sie abgibt.

7. Stimmen Sie Deckungsstreit und Anspruch gegen den Berater ab

Manchmal läuft gleichzeitig ein Widerspruch gegen den Versicherer, weil die Police Ihrer Auffassung nach sehr wohl Deckung gewährt. Lassen Sie dann prüfen, wie beide Standpunkte formuliert werden. Der Versicherer kann sich auf eine falsche Klausel stützen, während der Berater zusätzlich mangelhaft kommuniziert hat. Eine Ablehnung einfach hinzunehmen, um anschließend den Berater in Anspruch zu nehmen, kann Beweise und Lösungen unnötig erschweren. Halten Sie die beteiligten Parteien und verlangten Leistungen klar auseinander.

Bringen Sie für ein erstes Anwaltsgespräch Auftrag, Beratungsunterlagen, Antrag, Police, Ablehnung und Schadenberechnung mit. Formulieren Sie eine konkrete Untersuchungsfrage: Hätte diese Geschäftstätigkeit versichert werden können, wenn der Berater meine E-Mail richtig verarbeitet hätte? Besprechen Sie danach Beweise, Kosten und den geeigneten Beschwerde- oder Verfahrensweg. Lassen Sie auch prüfen, was ein vorgeschlagener Vergleich erledigt, bevor Sie unterschreiben, insbesondere wenn weitere Ansprüche oder Parteien noch betroffen sind.

Häufige Fragen

Muss mein Berater zahlen, sobald meine Versicherung nicht leistet?

Nein. Prüfen Sie zunächst, ob er seinen Auftrag oder seine Sorgfaltspflicht verletzt hat und dadurch ein Schaden entstanden ist. Ein berechtigter Ausschluss kann auch für die Versicherung gelten, die Sie bei sorgfältiger Beratung hätten abschließen können.

Wie beweise ich, dass ich eine andere Versicherung gewählt hätte?

Sammeln Sie damalige Angebote, Angaben zu gewünschten Risikoabsicherungen und Budget sowie Nachrichten über Alternativen. Lassen Sie sowohl die Verfügbarkeit der Deckung als auch Ihre plausible Wahl und die damit verbundenen Kosten prüfen.

Kann ich gleichzeitig beim Versicherer widersprechen?

Daraus können zwei zusammenhängende Streitigkeiten entstehen. Lassen Sie Standpunkte und Fristen aufeinander abstimmen. Eine Beschwerde über Beratung ersetzt nicht die Sicherung Ihrer Rechte gegenüber dem Versicherer.

Quellen

Diese Quellen gehören zur Seite. Prüfen Sie im konkreten Fall die aktuellen Regeln und Ihre Unterlagen.

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Juristische Prüfung

Noch nicht juristisch geprüft

Diese Fassung wurde noch nicht durch einen Juristen oder Rechtsanwalt geprüft. Quellenprüfung und Textbearbeitung sind keine juristische Freigabe.

Redaktion Versicherungsrecht in den Niederlanden

Wir verknüpfen Erläuterungen mit Quellen und dokumentieren gezielte Änderungen. Eine juristische Prüfung wird nur für die tatsächlich geprüfte Fassung mit echter prüfender Person, Datum und Umfang genannt. Die menschliche Prüfung dieser Artikel steht noch aus.

Ricardo van der Spoel

Ricardo van der Spoel

Redaktionell verantwortlich · Redaktionelle Organisation und Technik